Gefangene Mafia-Prinzessin
Ich lernte Joseph an der Columbia University kennen und verliebte mich. Was er nicht wusste? Ich war kein gewöhnliches Mädchen. Ich war Angelina Romano – die einzige Tochter von Vincent Romano, dem legendären Mafia-Boss von Chicago. Mein Vater gab uns zwei Jahre. Zwei Jahre, in denen Joseph seine Liebe und Treue beweisen konnte. Wenn er bestand, würde ich meine Identität preisgeben und wir würden gemeinsam das Romano-Imperium erben. Wenn er scheiterte … Scheidung. Ich verbarg alles, weil ich um meiner selbst willen geliebt werden wollte, nicht wegen der Macht meines Vaters. Wir heirateten, lebten in einer winzigen Wohnung in Manhattan, und ich war überglücklich. Dann starb Josephs Bruder. Wir mussten zurück nach Chicago, auf das Anwesen der Familie Valentino. Seine Mutter verlangte von Joseph, seiner verwitweten Schwägerin Rosanna durch künstliche Befruchtung ein Kind zu schenken. „Für das Familienerbe.“ Joseph flehte mich auf Knien an. „Nur ein Kind. Dann kehren wir nach New York zurück.“ Ich dachte: Nur noch zehn Tage bis zum Ende des Prozesses. Vater wird uns holen. Dann konnte ich Joseph beschützen. Also stimmte ich zu. Drei Monate später war Rosanna schwanger. Joseph verbrachte jede freie Minute in ihrem Zimmer. „Das Baby braucht die Stimme des Vaters.“ Seine Mutter verspottete mich täglich: „Dein nutzloser Leib kann uns nicht einmal ein Kind schenken.“ Ich blieb geduldig. Nur noch ein paar Tage, bis ich meine wahre Identität offenbaren konnte. Dann wurde mir übel. Ich ging ins Krankenhaus. „Herzlichen Glückwunsch, Mrs. Valentino. Sie sind in der sechsten Woche schwanger.“ Ich kaufte ein wunderschönes Geburtsanzeigen-Set und eilte voller Freude nach Hause. Endlich unser Baby. Joseph und meins. Ich rief seinen Namen, während ich durch das Herrenhaus ging. Dann hörte ich ihre Stimme aus dem Arbeitszimmer. Heiser. Verzweifelt. Ich stieß die Tür auf. Und sah –
Themen: Rache, Mafia